RedBoxFestival

Redbox 2011: Wünsche, Anregungen ... 01.09.10
Am 20. und 21. Mai 2011 wird das Redboxfestival zum fünften Mal stattfinden. Bandwünsche, Anregungen... mehr


TERMIN STEHT! Redboxfestival 2011 am Fr./Sa., 20. und 21. Mai ! 29.07.10
Redbox, das Fünfte! Bis dann, zum Jubiläumsfestival... mehr


Am Puls der Zeit: "Die Türen" und "Wrongkong"
Individualisten von Rang gastieren bei Redbox


Bevor am ersten Redboxtag, Freitag, 22. Mai, LaBrassBanda mit der bayrischen Variante populärer Musik aufwarten, wird die Berliner 5-Mann-Band „Die Türen“ mit dynamischem Sound und witzig-kritischen Texten demonstrieren, dass sie derzeit zu den Höhepunkten deutschen Musikgeschehens zählt. Und wenn um 20 Uhr die kraftvoll pulsierende Formation Wrongkong in der zur roten Box umgestalteten Dingolfinger Eishalle das Abendprogramm startet, dann heißt es zu Recht: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, denn die kanadische Sängerin und Tänzerin Cyrena Dunbar, Frontfrau bei Wrongkong, ist mit ihrem aufregend intensiven Bühnenauftritt schlicht und einfach ein Erlebnis für Ohren und Augen.

Was ist das für eine Band, die ihre CD „Popo“ nennt und bei der sich Trockendock auf Minirock reimt? Für Altstar Rocko Schamoni ist es klar: „Die Türen sind das Beste, was es zur Zeit in diesen Straßen zu finden gibt“. In einer erfrischenden Mischung aus Neuer deutschen Welle, Funk und Pop erinnern sie zugleich an den soulig aufgerauten Sound der 70er Jahre und riskieren etwas gänzlich Neues: Sie verpacken bei Songs wie „Pause machen geht nicht“ Themen unserer heutigen Lebens- und Arbeitswelt in tanzbare, ausgelassene Musik, die viel Spaß bereitet. „Die Türen“ wussten es: Die große Krise kommt, doch ein Grund für Trübsal ist das noch lange nicht. In ihrer schweißtreibenden Bühnenshow singen sie von „Everybodys Darlehen“ und „Daddy Uncool“. Und in ihrem Hit „Indie Stadt“, einem melodramatischen Abgesang auf die deutsche Provinz, verkünden sie: „Ich will in die große Stadt, ich hab die kleine satt.“ Intelligent und mitreißend ist die Musik der Türen, die –verstärkt durch den ehemaligen Bloomfeld-Keyboarder M. Mühlhaus- nach einigen Auftritten mit den „Ärzten“ längst eine renommierte deutsche Band geworden sind, der man –schmunzelnd- sogar abnimmt, dass sie bei der Wahl ihres Bandnamens keineswegs an das gleichnamige Urgestein der Popmusik, The Doors, gedacht haben wollen.

Wrongkong, abgeleitet von Hongkong, nicht von King Kong, wie sie betonen, ist die Band, die um 20 Uhr das Abendprogramm von Redbox eröffnet, und zwar mit einem Paukenschlag: Sie traten schon beim berühmten Southside-Festival auf, jüngst beim regelmäßig ausverkauften On3Radio-Festival des Bayerischen Rundfunks, und ihre aktuelle CD wurde vom Fachmagazin „030“ zu einer der 12 besten CDs des Jahres gewählt. Die vier Instrumentalisten, die aus den weithin bekannten „Strike Boys“ hervorgingen, sind mit ihrem rhythmusbetonten Livesound die eine Seite von Wrongkong; die eigentliche Sensation ist aber Cyrena Dunbar, Sängerin und Tänzerin aus Kanada, die mit ihrer Bühnenperformance nachdrücklich unter Beweis stellt, dass gute Musik auch etwas für die Augen ist. C. Dunbar ist ausgebildete Tänzerin, und sie war vier Jahre am Nürnberger Staatstheater engagiert, bevor sie ihre zweite Begabung entdeckte: ihre ausdrucksstarke Stimme. Sie ist der unbestrittene Hingucker bei Wrongkong, und ihrem faszinierenden Auftritt kann sich wirklich niemand entziehen. Cyrena Dunbar plus Wrongkong ist ein Erlebnis.


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